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so arbeite ich mit dem agent Das ist Regel 3 in der Tiefe: Grund-Anweisung kurz, Spezialwissen ausgelagert. Hier erfährst du, wie das praktisch geht.

Warum Skills?

Stell dir die Anweisungen deines Agent wie ein Haus vor:
  • Die Grund-Anweisung ist das tragende Gerüst — die großen, dauerhaften Leitlinien. Kurz und stabil.
  • Spezialwissen für wiederkehrende Aufgaben sind eigene Räume — sogenannte Skills — die nur betreten werden, wenn man sie braucht.
Der Grund: Alles, was in der Grund-Anweisung steht, schleppt dein Agent bei jeder Antwort mit. Je voller sie ist, desto eher verliert er den Überblick, „vergisst” Dinge und wird langsamer und teurer. Ein Skill dagegen kostet nichts, solange er nicht gebraucht wird — und ist sofort da, wenn die passende Aufgabe kommt.
„Skill” ist auch das Wort, das dein Agent selbst versteht. Sag bewusst „Skill” (nicht „Baustein” o. Ä.), dann legt er ihn richtig an.

Einen Skill anlegen — in drei Schritten

Du brauchst dafür nichts Technisches. Du sagst es deinem Agent einfach im Chat.
1

Die Aufgabe einmal sauber gemeinsam machen

Macht die wiederkehrende Aufgabe einmal zusammen richtig durch — z. B. „erstelle ein Angebot nach unserem Standard”. Korrigiere unterwegs, bis das Ergebnis sitzt.
2

Sag: merk dir das als eigenen Skill

Sag dann wörtlich etwas wie: „Merk dir das als eigenen Skill für Angebote — wie wir Aufbau, Ton und Preise machen.” Dein Agent schreibt sich die Anleitung selbst auf — getrennt von der Grund-Anweisung.
3

Beim nächsten Mal nur noch den Auftrag

Künftig reicht „Erstelle ein Angebot für Kunde X”. Dein Agent holt den Skill selbst hervor, ohne dass du alles neu erklärst.

Ein Beispiel

Du: Wir machen das ab jetzt immer so für Bewerber-Absagen — freundlich, zwei Sätze, Dank fürs Interesse, kein Standard-Floskel-Ton. Merk dir das als eigenen Skill „Bewerber-Absage”. Agent: Notiert als eigener Skill „Bewerber-Absage”. Sag beim nächsten Mal einfach „Absage an [Name]”, dann nutze ich ihn.

Was gehört wohin?

Einen nach dem anderen (Regel 2). Bau einen Skill, prüf dass er sitzt, dann den nächsten. Du kannst deinen Agent jederzeit fragen: „Welche Skills hast du für mich?” — und einzelne anpassen oder löschen lassen.

Auch für deine Werkzeuge: Trello, Postfach, Ablage

Skills sind nicht nur für Abläufe wie Angebote oder Absagen. Sie sind genauso richtig für Werkzeuge, die dein Agent für dich bedient — dein Aufgaben-Board, dein Postfach, deine Dateiablage. Warum das wichtig ist: Wissen über ein Werkzeug wächst mit der Zeit. Welches Board, welche Liste, welche Benennung, welche Ausnahmen. Steht das alles in der Grund-Anweisung, wird sie immer voller — und irgendwann liest dein Agent sie nicht mehr ganz. Dann kann es passieren, dass er ein Werkzeug „vergisst”, obwohl der Zugang die ganze Zeit funktioniert hat. So sagst du es:
Du: Leg bitte einen eigenen Skill für unser Trello an. Da rein: dass mein Standard-Board „AH Board” und die Liste „Heute” ist, dass „To-do” bei mir immer dieses Board meint, dass Karten kurz bleiben sollen — und den Hinweis, wo dein Trello-Zugang hinterlegt ist.
Den Zugang selbst — Schlüssel, Passwörter — schreibt dein Agent nicht in den Skill. Der bleibt sicher auf deinem Server. In den Skill kommt nur der Hinweis, wo er liegt. Sag ihm ruhig ausdrücklich: „Den Schlüssel selbst nicht hineinschreiben.”
Gute Kandidaten für einen Werkzeug-Skill: dein Aufgaben-Board, deine Rechnungsablage, feste Regeln für ein bestimmtes Postfach, wiederkehrende Tabellen.

Der Moment, an dem du zustimmen musst

Das ist der Schritt, der am häufigsten untergeht — und ohne ihn passiert nichts. Dein Agent legt einen Skill nicht einfach still an. Er bereitet ihn als Vorschlag vor und fragt dich um Freigabe. Erst wenn du zustimmst, ist der Skill wirklich aktiv.
Wenn du auf die Rückfrage nicht antwortest, bleibt der Skill als Entwurf liegen — und dein Agent kann ihn nicht nutzen. Von außen sieht es dann so aus, als hättet ihr das Thema erledigt, obwohl nichts davon aktiv ist. Bestätige deshalb gleich, oder sag klar „nein, so nicht”.
Wenn du mehrere Skills auf einmal anlegen lässt, kommt die Rückfrage pro Skill. Vier Vorschläge heißen vier Bestätigungen. Frag im Zweifel einfach nach:
Du: Liegt bei dir noch ein Skill-Entwurf, der auf meine Freigabe wartet?

Prüfen, ob es wirklich sitzt

Ein Skill ist erst fertig, wenn er in einem frischen Gespräch funktioniert — nicht nur in dem, in dem ihr ihn gerade gebaut habt. Im laufenden Gespräch hat dein Agent alles noch im Kopf; das beweist nichts.
1

Neues Gespräch beginnen

Fang eine neue Unterhaltung an, statt im alten Verlauf weiterzuschreiben.
2

Ganz normal fragen

Stell die Frage so, wie du sie im Alltag stellen würdest — „Was steht heute auf meiner To-do-Liste?” — und nicht „Hast du den Trello-Skill?”.
3

Auf die Details achten

Nennt er von sich aus das richtige Board und die richtige Liste? Dann sitzt es. Fragt er zurück oder sucht er lange, fehlt noch etwas im Skill.
Kürzen ist nicht dasselbe wie Auslagern. Die Grund-Anweisung einfach zusammenzustreichen macht sie zwar kürzer, aber das Wissen ist dann weg statt woanders. Lass die Inhalte in Skills umziehen — erst danach in der Grund-Anweisung durch einen Einzeiler ersetzen.

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Die 5 Regeln

So arbeitest du insgesamt am besten mit deinem Agent.