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# Prüfen und abgleichen

> Der wöchentliche Durchgang: Entwürfe zuordnen, Auffälligkeiten klären, Kontoauszug hochladen und sehen, wo ein Beleg fehlt.

<span className="label">belegchecker</span>

Einreichen läuft nebenbei. Prüfen ist die Arbeit, die bleibt — und sie ist
überschaubar, wenn sie regelmäßig passiert. Diese Seite beschreibt den
Durchgang, den eine Person bei euch macht.

## Der Rhythmus

<CardGroup cols={3}>
  <Card title="Wöchentlich" icon="calendar-week">
    Übersicht öffnen und die Kacheln abarbeiten, die etwas von dir wollen.
    Zehn Minuten.
  </Card>

  <Card title="Monatlich" icon="calendar">
    Kontoauszüge hochladen und abgleichen, sobald sie da sind.
  </Card>

  <Card title="Zum Abschluss" icon="box-archive">
    Exportieren und an die Buchhaltung geben — siehe
    [Für die Buchhaltung](/belegchecker/buchhaltung).
  </Card>
</CardGroup>

## Der wöchentliche Durchgang

Die **Übersicht** zeigt nur, was offen ist. Steht dort nichts, ist nichts zu
tun.

<Steps>
  <Step title="Entwürfe ohne Belegkreis">
    Belege, die ohne Kürzel hereinkamen. Weise jedem einen Belegkreis zu — in
    dem Moment bekommt er seine Nummer. Mehrere auf einmal gehen über die
    Mehrfachauswahl in der Belegliste.
  </Step>

  <Step title="Dublettenverdacht">
    Zwei Belege mit demselben Aussteller und derselben Rechnungsnummer. Das ist
    ein **Hinweis, keine Entscheidung** — bestätige oder verwirf ihn. Genau
    gleiche Dateien werden schon beim Einlesen abgefangen und tauchen hier gar
    nicht erst auf.
  </Step>

  <Step title="Betragsprüfung angemerkt">
    Netto plus Steuer ergibt nicht den Bruttobetrag. Meist ein Rundungsfall oder
    ein schlecht lesbarer Bon. Öffne den Beleg, vergleiche mit dem Dokument
    daneben und korrigiere von Hand.
  </Step>

  <Step title="Zahlungsnachweis-Vorschlag">
    Eine PayPal-, Klarna- oder Stripe-Bestätigung wurde einer Händlerrechnung
    zugeordnet. Bestätige den Vorschlag — oder lehne ihn ab. Warum das wichtig
    ist, steht unter [Für die Buchhaltung](/belegchecker/buchhaltung).
  </Step>

  <Step title="Fehler unerledigt">
    Im **Verarbeitungsverlauf** steht, was nicht durchgelaufen ist, mit Grund.
    Du kannst den Eintrag erneut verarbeiten lassen oder ihn mit einer Notiz auf
    erledigt setzen.
  </Step>
</Steps>

## Einen Beleg bearbeiten

Links die Felder, rechts das Dokument — beim Scrollen bleibt es stehen, damit
du vergleichen kannst. Alle Felder sind änderbar.

<AccordionGroup>
  <Accordion title="Belegkreis wechseln vergibt eine neue Nummer" icon="hashtag">
    Schiebst du einen Beleg von „Bank" nach „Amex", bekommt er eine Nummer aus
    der Amex-Folge. Die alte Nummer bleibt am Beleg gespeichert und auffindbar,
    wird aber **nicht** neu vergeben. Das ist Absicht: eine Lücke in der
    Nummernfolge lässt sich erklären, eine doppelt vergebene Nummer nicht.
  </Accordion>

  <Accordion title="Verwerfen oder stornieren — nicht dasselbe" icon="trash">
    **Verwerfen** geht nur bei Entwürfen, also bei Belegen ohne Nummer. Das ist
    endgültig.

    **Stornieren** ist der Weg für alles, was schon eine Nummer hat. Der Beleg
    verschwindet aus der normalen Liste und aus dem Export, bleibt aber
    auffindbar und lässt sich wiederherstellen. Seine Nummer bleibt belegt.
  </Accordion>

  <Accordion title="Bezahlt oder nicht bezahlt" icon="circle-check">
    Der Zahlungsstatus ist unabhängig davon, ob der Beleg erfasst ist. Du kannst
    ihn einzeln setzen oder für eine ganze Auswahl auf einmal.
  </Accordion>

  <Accordion title="Suchen" icon="magnifying-glass">
    Das Suchfeld findet Aussteller, Rechnungsnummer, die Kurzbeschreibung — und
    den **Text im Beleg selbst**. Zwei Einschränkungen: Belege, die vor Ende
    August 2026 erfasst wurden, sind im Volltext nicht durchsuchbar, und Belege,
    die aus dem Mailtext statt aus einem Anhang stammen, ebenfalls nicht.
  </Accordion>
</AccordionGroup>

## Den Kontoauszug abgleichen

Hier zeigt sich, was der Belegchecker eigentlich soll: **sehen, wo ein Beleg
fehlt.**

<Steps>
  <Step title="Auszug herunterladen — am besten als CSV">
    Fast jede Bank und jeder Kartenanbieter bietet den Umsatz als CSV-Datei an.
    Nimm die. Sie wird direkt gelesen, ohne Umweg über die Texterkennung, und
    ist dadurch schneller und genauer. PDF und Foto gehen auch.

    Du musst nichts einstellen — welche Spalte das Datum und welche den Betrag
    enthält, erkennt der Belegchecker selbst. Auch Umlaute aus deutschen und
    österreichischen Bankexporten sind kein Problem.
  </Step>

  <Step title="Hochladen">
    Unter **Abgleich → „Neue Abrechnung"**. Belegkreis und Zeitraum sind
    freiwillig; der Zeitraum ist freier Text wie „Amex 01/26" und dient nur der
    Gruppierung. Lässt du ihn leer, wird der Monat aus den Buchungsdaten
    abgeleitet.
  </Step>

  <Step title="Abgleich läuft im Hintergrund">
    Fenster schließen ist erlaubt.
  </Step>

  <Step title="Die Positionen durchgehen">
    Oben stehen die Kennzahlen, darunter jede Buchungszeile mit dem Beleg, der
    dazu gefunden wurde.
  </Step>
</Steps>

### Die vier Zustände einer Buchungszeile

| Zustand              | Bedeutung                                        | Was du tust                      |
| -------------------- | ------------------------------------------------ | -------------------------------- |
| **verknüpft**        | Ein Beleg ist eindeutig zugeordnet               | Nichts                           |
| **Beleg fehlt**      | Zu dieser Abbuchung gibt es keinen Beleg         | Beleg besorgen und nachreichen   |
| **unklar**           | Es gibt Kandidaten, aber keinen sicheren         | Ansehen und entscheiden          |
| **kein Beleg nötig** | Zum Beispiel eine Umbuchung oder eine Gutschrift | Setzt du selbst — mit Begründung |

<Note>
  **„Kein Beleg nötig" verlangt eine Begründung.** Ein Satz genügt, aber er ist
  Pflicht — und er wandert in den Export. Damit kann später jeder nachlesen,
  warum zu dieser Zeile kein Beleg liegt. Genau das will ein Prüfer wissen.
</Note>

Verknüpfen und lösen kannst du jederzeit von Hand. Für einen **Sammelbeleg**,
der mehrere Buchungszeilen abdeckt, lässt sich derselbe Beleg mehrfach
zuordnen.

### Warum manches „unklar" bleibt

Der Belegchecker verknüpft lieber gar nicht als falsch. Drei Regeln sorgen
dafür — und erklären die meisten offenen Zeilen:

<CardGroup cols={3}>
  <Card title="Der Betrag" icon="coins">
    Er darf um höchstens 10 Cent oder 5 % abweichen. Darüber wird die Zeile
    herabgestuft, nie stillschweigend verknüpft.
  </Card>

  <Card title="Das Datum" icon="calendar-days">
    Der Beleg darf bis zu 90 Tage **vor** der Abbuchung liegen, aber höchstens
    3 Tage **danach**. Eine Rechnung, die Wochen nach der Belastung datiert ist,
    gehört nicht dazu.
  </Card>

  <Card title="Die Währung" icon="money-bill-transfer">
    Es wird **nie** umgerechnet. Eine Rechnung in Dollar gegen eine Belastung in
    Euro bekommst du als Vorschlag — nachrechnen und entscheiden musst du.
  </Card>
</CardGroup>

<Tip>
  **Erneut abgleichen ist billig.** Hast du fehlende Belege nachgereicht, starte
  den Abgleich für denselben Auszug einfach noch einmal. Der Text wurde
  zwischengespeichert, das kostet keine erneute Texterkennung.
</Tip>

<Warning>
  **Entschiedenes wird nicht überschrieben.** Zeilen, die du schon bearbeitet
  hast, bleiben stehen. Findet ein neuer Durchlauf eine davon nicht wieder — etwa
  weil du einen anderen Auszugszeitraum hochgeladen hast —, wird der **ganze
  Abgleich verweigert** statt deine Arbeit zu überschreiben. Du siehst dann einen
  gelben Hinweis „Abgleich nicht gespeichert". Das ist kein Fehler, sondern die
  Sicherung.
</Warning>

## Grenzen, die im Alltag auffallen

* **Kein Bankzugang.** Der Belegchecker holt keine Umsätze bei deiner Bank ab.
  Jeder Auszug wird von dir hochgeladen.
* **Kein Format je Bank.** Es gibt keine Voreinstellung „Erste Bank" oder
  „Amex". Jeder Auszug wird gelesen und interpretiert — dadurch geht jedes
  Format, aber nichts ist garantiert. Kontrollier den ersten Auszug einer neuen
  Quelle genauer.
* **Sehr große CSV-Dateien.** Über etwa 2.000 Zeilen wird der Auszug abgewiesen
  statt gekürzt. Lade ihn dann monatsweise hoch.
* **Mehrere gleich gute Kandidaten** ergeben bewusst **keinen** Vorschlag. Lieber
  gar keiner als der falsche.
